Was passiert in Gambia

Eines unserer Vereinsprojekte ist „Licht für Gambia“. Der Vorstand unseres Partners Yirabah e.V.hat uns einen aktuellen Bericht geschickt. Hier ein Auszug:

 

Anfang diesen Jahres hatten wir die Gelegenheit uns persönlich vor Ort erneut ein Bild über die Lebenssituation der Projektregion und die Bedürfnisse der Bewohner zu machen.

Vor unserer Reise haben wir mit den Bewohnern eines weiteren Dorfes (das 4. Dorf) in unserem Projektgebiet vereinbart, dass wir ihnen mit einer solar betriebenen Trinkwasserversorgung helfen. Bisher erhielten die Bewohner des sehr traditionellen Dorfes Sare Samba in der Nähe der senegalesischen Grenze ihr Trinkwasser aus einem Esel-getriebenen total veralteten und verschmutzten Brunnen. In der langen Trockenzeit versiegte der Brunnen sehr häufig und Wasser musste mit Eselskarren oder zu Fuß vom Nachbardorf nach Sare Samba transportiert werden. Eine Situation die für uns sehr schwer nachfühlbar ist. Das Projekt wurde zeitnah umgesetzt und wir konnten das Ergebnis und die Realisierung der Trinkwasserversorgung im Dorf bei unserem Aufenthalt in Gambia begutachten. Mit großer Dankbarkeit, viel Aufmerksamkeit, Ansprachen sowie Tanz und Gesang wurde es von der gesamten Dorfgemeinschaft begeistert in Betrieb genommen.

Während der Realisierung dieses Projektes durch einen kompetenten örtlichen Fachbetrieb, haben wir uns auch spontan entschlossen aufgrund der ärmlichen Lebensverhältnisse von Sare Samba, das abgeschieden an der Grenze zum Senegal liegt und kaum Chancen hat, an gesunde Lebensmittel zu kommen, dort ein weiteres Gartenprojekt mit solar betriebener Wasserversorgung zu realisieren. Zwischenzeitlich ist auch diese Anlage erfolgreich in Betrieb gegangen und die Menschen können gesunde Lebensmittel anpflanzen und ernten.

In Planung ist ein Landwirtschaftsbetrieb mit Viehzucht nach den Prinzipien der Agroforstwirtschaft. Damit werden Landnutzungssysteme bezeichnet, bei denen Gehölze mit Ackerkulturen und/oder Tierhaltung so auf einer Fläche kombiniert werden, dass zwischen den verschiedenen Komponenten ökologische und ökonomische Vorteilswirkungen entstehen. Diese Anbaumethode hat folgende große Potenziale, vor allem auch in ländlichen Gebieten Gambias:

  • Die Lebensbedingungen vieler Menschen, die von einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft leben, zu verbessern,

  • Natürliche Lebensräume wieder herzustellen und naturnahe Puffer rund um Schutzgebieten aufzubauen und

  • Die Folgen des Klimawandels mit veränderter Regenzeit, langen Trockenphase oder Stürmen abzumildern.

Die ersten Anpflanzungen von Orangen, Guava, Bananen, Birnen, Erdnüsse und vielem mehr hat bereits mit Beginn der Regenzeit begonnen.

Bleibt zu erwähnen, dass die bisher realisierten Gemüsegärten in Kaiaf, Jiffin und Si-Kunda weiterhin sehr erfolgreich betrieben werden und tausenden von Dorfbewohnern eine gesunde Ernährung bieten.

Schließlich waren auch unsere Projekte „Licht für Afrika“ oder „Kinder helfen Kindern“ im Jugendforschungszentrum in Sindelfingen weiterhin extrem erfolgreich. Mehr als ein Dutzend Schulen und auch Mitarbeiter der Elektrofirma Breitling sowie Ingenieure und Ingenieurinnen von Daimler haben hunderte von LED-Solarlampen hergestellt. Damit haben wir die magische Zahl von 1000 Lampen überschritten und konnten vielen Kindern und Familien in mehreren Dörfern zu emissionsfreien Lichtquellen verhelfen. Der Bedarf ist unerschöpflich, weshalb wir das Projekt auch auf unbestimmte Zeit fortführen.“

Spenden für unser Projekt in Gambia nehmen wir gerne entgegen:

Konto: Eine Welt Maichingen e,V. Verwendung: Licht für Gambia

IBAN DE59603501300003760165 Kreissparkasse BB oder

IBAN DE34603900000451821025 Vereinigte Volksbank eG